Im mittleren Tertiär (Miozän), als z.B. in Deutschland die Braunkohle entstand (25 bis 5 Mio. Jahre vor heute), paßte sich der Arganbaum dem trockenen und wüstenähnlichen Klima seines Verbreitungsgebietes an und hat bis heute überlebt. Seine Krone hat einen Durchmesser von bis zu 15 Metern bei einer Höhe bis 10 Metern. Seine Wurzeln erreichen auf der Suche nach Wasser die erstaunliche Tiefe von 30 Metern.
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In der Natur verhindert der Baum mit seinem tiefen Wurzelwerk die Erosion durch Wind und Wasser. Er hält damit ein Fortschreiten der Verwüstung in seinem Verbreitungsgebiet auf. Durch seine hohe Hitzebeständigkeit bietet der Arganbaum vielen Pflanzen in seinem Schatten Lebensraum (Gräser für Rinder- und Ziegenweiden, Getreide). Die Ziegen des einheimischen Berberstammes der Amazigh verschmähen die Früchte und Blätter des dornenbewehrten Eisenholzbaumes auch nicht. Seit Menschengedenken stellt die Arganie die Grundlage des Überlebens der Amazigh in ihrer lebensfeindlichen Umwelt am Rande der Sahara dar. Sein hartes Holz dient sowohl als Baustoff für die Gerüste der Lehmhäuser, als auch als Brennholz oder zur Gewinnung von Holzkohle. Seine Früchte dienen als Nahrungsmittel, das Öl als Naturheilmittel. Die bei der Ölherstellung anfallenden Preßkuchen der entölten Samen werden an die Ziegen verfüttert. Als delikaten Brotaufstrich bereiten sich die Menschen Amlou –eine Paste aus gemahlenen einheimischen Mandeln, Honig und Argan-Öl zu. Die Arganfrüchte werden zwischen Juli und September geerntet. Wegen der scharfen Dornen können sie nicht von Hand gepflückt werden. Also warten die Berber, bis die Arganfrüchte von selbst reif zu Boden fallen, oder sie schicken ihre Ziegen in die Bäume. Diese fressen dort die Früchte und scheiden dann die von der harten Schale geschützten Kerne unversehrt, vom nahrhaften Fruchtfleisch befreit, wieder aus. Danach können die Kerne einfach aufgelesen werden.
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Die entstandene Paste wird mit warmem Wasser gemischt und das Öl herausgelöst. Die Ernte eines Baumes ergibt etwa einen Liter Öl. Fachleute schätzen die jährliche Produktion auf rund 11 Millionen Liter (zum Vergleich: Olivenöl 2,4 Milliarden Liter !). Auf Grund der in den letzten Jahren stark zunehmenden Nachfrage und steigenden Preise, werden die Arganbauern leider immer öfter dazu verleitet, das Arganöl mit billigerem Olivenöl oder Palmöl zu strecken. Um diesem Risiko zu entgehen, kauft unser Hersteller ausschließlich die geernteten Argankerne von den Berbern und gewinnt daraus selbst das wertvolle Öl. Diese Kerne stammen nicht wie bei den meisten Anbietern aus der Ebene, sondern von verstreut gelegenen Bäumen aus den unberührten Höhen des Atlas-Gebirges. |
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(Analysen unterliegen den üblichen biologischen Schwankungen bei Naturprodukten) |